Alles neu macht der Mai.

Jedenfalls was diese Website betrifft. Nach einigen Jahren und so manchem Fluch in den letzten Monaten habe ich mich doch noch dazu entschlossen, die Website vollkommen zu überarbeiten. Die neue Website basiert jetzt auf der gängigen WordPress-Engine, die von vielen genutzt wird und den aktuellen Stand der Technik repräsentiert. Zudem lässt es sich auch individuell anpassen und erweitern. Für das Layout möchte ich mich zusätzlich bei Tobias bedanken, der teilweise bis spät in den Abend hinein am Code gewerkelt und Grafiken überarbeitet hat bis wir schließlich beide mit dem Ergebnis zufrieden waren. Ohne Tobias würde die Website auch weiterhin den Eindruck eines dilettantischen Layoutversuchs machen. Danke an dieser Stelle.
Zwischen dem letzten Logbucheintrag und diesem liegt eine relativ große Lücke, in der seglerisch schon einiges passiert ist. Die stabile Hochwetterlage verschaffte uns im April bereits etwas über 200 Semmeilen auf der neuen Logge. Doch von vorne:
Anfang April war es endlich so weit. Der Krantermin. Einen bangen Augenblick lang schwebte das Schiff in den Krangurten, bevor es langsam seinem natürlichen Element übergeben wird. Nach einem kurzen Kontrollgang durch das das Schiff, sprang der Motor auch gleich an und wir verholten uns an den Liegeplatz. Einen Tag später installierte ich noch die neuen Instrumenten im Cockpit und muss nach dem Reinschiff machen auch gleich schon wieder los.
Da ich mir beim Maststellen den Stecker für die Elektronik im Mast(Lampen und Windmesser) zerbröselt habe, musste schnell Ersatz her. Bei SVB wurde ich fündig und verbrachte einen ganzen Tag mit Fluchen und Löten. Die Kabel am Rumpfdurchbruch waren so kurz, dass ich teilweise über Kopf und Blind löten musste. Zu allem Überfluss stellte sich noch heraus, dass der Stecker eine Fehlkonstruktion ist. Keine Überwurfmutter, so dass die Trennstelle sehr lose aufsitzt und dicht ist der Stecker überhaupt nicht. Nach den ersten überkommenden Wellen fiel die Elektronik wieder aus und die Lötstellen schwammen im Wasser. So viel zu IP67.
Zusätzlich habe ich noch ein zweites Vorstag aus Dyneema gespleißt, das ich mit einem Pelikanhaken an einem U-Bügel im Bugbereich anschlagen und spannen kann. Jetzt kann ich in wenigen Minuten das neue Stag anschlagen und die alte Stagreiter Sturmfock setzen.

Über Ostern nehmen meine Freundin und ich uns dann die Zeit, um die Westfriesischen Inseln zu besuchen. Eine solch stabile Wetterlage hatten wir während unseres 5wöchigen Sommertörns nach Dänemark im letzten Jahr nicht. Sonne satt, T-Shirt mit Shorts und endlos lange Spigänge machen den kleinen Urlaub perfekt. Neben der Segelei nutzen wir die langen Sandstrände der Inseln und donnern mit einem Strandbuggy und einer Art Kitedrachen über den harten Ebbsand.
Schnell sind die ersten zweihundert Meilen auf der neuen Logge voll und wir haben den ersten schönen Törn in diesem Jahr hinter uns.

