Winterlager

Grauer Himmel. Leichter Nieselregen. Windböen, die kalt zwischen den Schiffen hindurch fegen und die Temperatur schlagartig um einige Grad senken. Eigentlich keine guten Voraussetzungen, um einen Tag am Schiff zu arbeiten. Dennoch stehen wir vor der Technika und warten darauf, dass es aufhört zu regnen, der Rumpf trocknet und wir anfangen können das Antifouling zu streichen.

Mich erschreckt der Anblick eines Schiffes im Winterschlaf jedes Jahr erneut. Es gibt keinen trostloseren Anblick. Der Salon ist dunkel, die Polster stehen hochkant, der Baum teilt den Salon und Luftentfeuchter sind im ganzen Schiff verteilt. Das Gesamtbild ergibt nicht den Eindruck, dass das Schiff irgendwann wieder segeln wird.

Nachdem der Rumpf endlich trocken ist, kleben wir schnell ab und während meine Freundin das Antifouling aufträgt, baue ich noch die neue Logge ein. Die Demontage des alten Gebers zieht sich etwas hin, doch nach einiger Zeit habe ich den Geber in der Hand. Die flexible Welle, die die Kraft des Schaufelrades an einen Magneten überträgt, ist zum wiederholten Male gebrochen. Gut, dass wir jetzt das komplette Log gegen ein Neues tauschen. Die flexiblen Wellen für den VDO-Geber sind immer schwieriger zu bekommen und halten nicht lange. Die letzte war erst 2 oder 3 Jahre alt.
Der neue Geber ist schnell eingesetzt. Wieder staune ich über die Dicke des Laminats. Einen ganzen Zentimeter misst der Rumpf achtern.
Mittlerweile hat sich die Sonne durchgekämpft und die grauen Wolken vertrieben. Zum Schluss macht das Arbeiten sogar Spaß. Schnell klettere ich noch in den Motorraum, demontiere die alte Kupplung, messe noch einige Dinge aus und schon ist es Zeit für den Aufbruch.

Die alte Logge

Die alte Logge

Laminatdicke

Laminatdicke

Rumpfdurchbruch

Rumpfdurchbruch

Neue Logge

Neue Logge